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Was ist die Bonitätsprüfung?

Der Begriff „Bonität“ hat seinen Ursprung im lateinischen Wort „bona“, welches „Vermögen“ bedeutet bzw. „bonitas“, welches für Ruf und Ansehen von Personen oder Unternehmen im geschäftlichen Bereich steht.

Heute wird der Begriff Bonität genutzt, um die Zahlungsfähigkeit von Personen, Firmen oder auch Staaten zu bewerten. Die Bonität einer Person wird unter Beachtung ihrer aktuellen und der zukünftig zu erwartenden Einkommensverhältnisse berechnet. Im engeren Sinne stellt die Bonität eine Einkommensprognose dar.

Sie ist ein Maß für die Wahrscheinlichkeit, dass die beurteilte Person zukünftig zur Erfüllung ihrer finanziellen Verpflichtungen in der Lage ist.

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Mehrere Faktoren beeinflussen die Bonität und fließen in die Ermittlung der Zahlungsfähigkeit ein:

  1. Einkommens- und Vermögensverhältnisse Die Bonität einer Person wird durch ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse bestimmt. Berücksichtigt werden die Höhe des monatlichen Einkommens sowie Vermögenswerte wie Sparguthaben, Grundstückseigentum und Unternehmensanteile.
  2. Sicherheit des Arbeitsplatzes Eine wichtige Rolle spielt die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Eine Anstellung im öffentlichen Dienst oder ein Beamtenstatus versprechen hohe Arbeitsplatzsicherheit und erhöhen die Bonität.
  3. Finanzielle Verpflichtungen Sämtliche Verpflichtungen wie Lebenshaltungskosten, Miete und Unterhaltszahlungen an geschiedene Ehepartner oder Kinder werden berücksichtigt.
  4. Persönliche Daten und Familienstand Eine entscheidende Rolle spielen persönliche Daten wie der Familienstand und der Beruf. Alleinstehende Menschen sowie langjährig verheiratete Paare erhalten oft eine bessere Bonitätsbewertung als Eltern. Dabei spielt die Frage, ob die Eltern mit oder ohne Trauschein zusammenleben weniger eine Rolle als die Tatsache, dass Kinder die Einkommenssicherheit beeinflussen können.
  5. Zahlungsverhalten Die Bonität einer Person wird ebenso durch ihr individuelles Zahlungsverhalten beeinflusst. Wer in der Vergangenheit ein Privatinsolvenzverfahren durchlaufen hat oder immer wieder durch Zahlungsverzug aufgefallen ist, muss mit einer schlechteren Bonitätsbewertung rechnen.
  6. Kreditverpflichtungen Um die Bonität einer Person zu ermitteln, werden alle aktuellen Kreditverpflichtungen beachtet. Nicht nur Autokredite und Zahlungen für den Hauskauf, auch kleinere Privatkredite und Ratenzahlungen fließen in das Ergebnis ein.
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Die Bonität einer Person ist von Interesse für alle, die einen Vertrag mit ihr abschließen und dabei finanziell in Vorleistung gehen müssen. An der Zahlungsfähigkeit von Personen sind z. B. Banken und Sparkassen, Händler sowie Eigentümer von Immobilien interessiert.

Banken und Sparkassen haben nicht nur ein berechtigtes Interesse an der Bonität einer Person, sie sind zur Prüfung der Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden gesetzlich verpflichtet. Diese Verpflichtung ist im Paragraf 18 des Kreditwesengesetzes (KWG) festgelegt und besagt, dass sich Kreditinstitute kontinuierlich über die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Kunden informieren müssen.

Wenn neue Kunden ein Konto eröffnen oder einen Kredit beantragen wollen, ist eine umfangreiche Bonitätsprüfung erforderlich. Die Zahlungsunfähigkeit eines Kunden stellt für die Bank und ihre Kunden eine finanzielle Gefahr dar und muss weitestgehend vermieden werden. Seit 2016 sind Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken verpflichtet, jedem Verbraucher auch bei fehlender Bonität zumindest ein Basiskonto einzurichten. Dieses Basiskonto kann nicht überzogen werden.

Händler, die für den Erwerb einer Ware eine Ratenzahlung anbieten, informieren sich häufig vorher über die Bonität des Kunden. Onlinehändler, die Artikel auf Rechnung verkaufen, gehen ein Risiko ein und sichern sich vorsorglich durch eine Bonitätsprüfung ab.

Auch Mobilfunkanbieter überzeugen sich vor Vertragsabschluss von der Zahlungsfähigkeit der Kunden. Im Gegensatz zu Banken und Sparkassen sind Händler nicht zur Prüfung der Bonität ihrer Kunden verpflichtet.

Bei der Vermietung einer Wohnung oder der Verpachtung eines Grundstückes haben Eigentümer das Recht, die Zahlungsfähigkeit des Mieters zu prüfen. In den meisten Fällen wird eine SCHUFA-Auskunft eingeholt und Einkommensnachweise gefordert. Eine Verpflichtung zur Bonitätsprüfung bei Mietverträgen besteht nicht.

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Die rechtlichen Bedingungen für die Durchführung einer Bonitätsprüfung sind im Paragraf 29 des Bundesdatenschutzgesetzes geregelt. Eine der folgenden Voraussetzungen muss mindestens erfüllt sein

  • für den Anbieter einer Leistung besteht ein nachvollziehbarer Bedarf an einer Bonitätsprüfung des potenziellen Vertragspartners
  • der Verbraucher hat seine Zustimmung zu einer Prüfung seiner Zahlungsfähigkeit unmissverständlich erklärt
  • Der nachvollziehbare Bedarf des Leistungsanbieters liegt vor, wenn mit dem abzuschließenden Vertrag, das Risiko eines Zahlungsausfalls einhergeht. In diesem Fall darf der Leistungsanbieter auch ohne Einverständnis des Kunden eine Bonitätsprüfung durchführen lassen.

    Wenn ein Kunde zum Beispiel eine Waschmaschine im Onlinehandel auf Rechnung bestellt, liegt ein verständliches Interesse des Händlers vor, sich gegen einen Zahlungsausfall durch eine Bonitätsprüfung abzusichern. Mobilfunkanbieter und Vermieter fordern das explizite Einverständnis potenzieller Kunden bzw. Mieter und haben somit das Recht zur Prüfung der Zahlungsfähigkeit.

    Bekannte Auskunfteien sind:

  • Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (SCHUFA)
  • Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG
  • Arvato Infoscore
  • Creditreform Boniversum GmbH
  • Nachdem ein Interessent eine Kreditanfrage bei einer Bank oder Sparkasse gestellt hat, gestaltet sich der Ablauf einer Bonitätsprüfung in folgenden Schritten:

    1. Einwilligung des Kreditnehmers zur Prüfung seiner Bonität durch das Kreditinstitut bzw. durch Informationen von Auskunfteien Die Bank nutzt zur Information über die Zahlungsfähigkeit eines Verbrauchers zunächst eigene Akten, wenn es sich um einen Bestandskunden handelt. Des Weiteren hat die Bank die Möglichkeit, Informationen bei einer Auskunftei, wie zum Beispiel der SCHUFA, einzuholen.
    2. Prüfung des regelmäßigen Einkommens Vom Kreditnehmer wird die Vorlage kreditrelevanter Unterlagen wie Lohn- oder Gehaltsabrechnungen oder Rentenbescheide gefordert. Nicht nur die Einkommenshöhe, auch die Sicherheit des Einkommens wird geprüft.
    3. Prüfung der regelmäßigen Ausgaben Alle regelmäßigen Ausgaben müssen vom Kreditnehmer angegeben werden. Dazu zählen Ausgaben für Miete und Nebenkosten, Kfz, Versicherungen und Unterhalt. Hinzugerechnet werden pauschale Lebenshaltungskosten.
    4. Prüfung des Vermögens Die Vermögenswerte des Kreditnehmers fließen in die Bonitätsbetrachtung ein. Zum Vermögen zählen Immobilien sowie Wertpapiere, Lebensversicherungen, Sparbriefe und das Barvermögen.
    5. Prüfung der Verbindlichkeiten Alle laufenden Kredite und Verbindlichkeiten des Kreditnehmers werden bei der Bewertung der Bonität beachtet.
    6. Prüfung der persönlichen Bonität durch Auskunfteien Nach der Bewertung der wirtschaftlichen Aspekte wird die persönliche Bonität durch die Bank geprüft. Auskunfteien wie die SCHUFA können anhand umfangreicher Informationen das Zahlungsverhalten von Kunden beurteilen.

    Händler haben das Recht, bevor sie einem Kunden eine Ratenzahlung oder den Kauf auf Rechnung ermöglichen, die Bonität zu prüfen. Schließlich gehen sie ein finanzielles Risiko ein, wenn der Kunde die Ware nutzt und noch nicht bezahlt hat.

    Kunden müssen in diesen Fällen personenbezogene Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer angeben und ihr Einverständnis zur Weitergabe dieser Daten an ein zur Bonitätsbewertung berechtigtes Unternehmen wie zum Beispiel billpay.de oder eine Wirtschaftsauskunftei wie die SCHUFA zu übermitteln.

    Diese berechnen die Bonität aus einer Vielzahl statistischer Merkmale zum Zahlungsverhalten des Kunden. Erst nach einem positiven Ergebnis der Prüfung wird der Händler seine Ware übergeben.

    Auskunfteien berücksichtigen alle vorhandenen Bonitätsmerkmale und ermitteln aus der Gesamtheit eine Punktzahl. Diese Punktzahl ergibt eine Ratingquote, welche die Bank bei ihrer Entscheidung zur Krediterteilung unterstützt. Das System der SCHUFA ermittelt Ratingstufen zwischen A und P, wobei die Stufen O und P die schlechtesten Werte darstellen.

    Jedes Kreditinstitut nutzt andere Bewertungsmethoden, so dass es passieren kann, dass ein Interessent bei einer Bank eine Ablehnung erhält und bei einer anderen Bank als kreditwürdig eingeschätzt wird.

    Privatpersonen haben die Möglichkeit, die bei Auskunfteien vorhandenen Daten zu kontrollieren und eine Selbstauskunft zu verlangen. Dieses Recht ist im Paragraf 34 des Bundesdatenschutzgesetzes geregelt. Einmal im Jahr erfolgt die Auskunft kostenfrei.

    Wer Fehler in den erhobenen Eintragungen bemerkt, kann einen Antrag auf Löschung stellen. Nach einer Prüfung durch die Auskunftei werden die Daten korrigiert.


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    * Sollzinssatz von 3,83% - 15,49% (bonitätsabhängig) fest für die gesamte Laufzeit, Effektiver Jahreszins: 3,90% bis maximal 15,99% , Nettokreditbetrag: 1.000 - 300.000 Euro, Vertragslaufzeit: 12 - 120 Monate. Repräsentatives Beispiel: Sollzinssatz 7,98% fest für die gesamteLaufzeit, Effektiver Jahreszins: 8,29%, Nettokreditbetrag: 10.000 Euro, Vertragslaufzeit: 72 Monate, Monatliche Rate: 175,29 Euro, Gesamter Zinsaufwand: 2620,68 Euro, Gesamtrückzahlung (inkl. aller Gebühren): 12.620,68 Euro.