Unbekannte Verträge und Anfragen ernst nehmen

Identitätsdiebstahl: Was zeigt die SCHUFA?

Missbrauchen Dritte persönliche Daten für Bestellungen, Konten oder Verträge, können unbekannte Anfragen oder Vertragsinformationen in der eigenen SCHUFA-Auskunft auffallen. Dann ist schnelles, dokumentiertes Handeln wichtig.

  • Beweise sichern und Zugänge schützen
  • Unternehmen und SCHUFA schriftlich informieren
  • Missbrauch bei der Polizei anzeigen

Bei akutem Verdacht

Nicht nur den SCHUFA-Eintrag behandeln

Sichern Sie gleichzeitig E-Mail-, Bank- und Kundenkonten. Ein falscher Eintrag kann ein Symptom sein; kompromittierte Zugänge können weitere Schäden ermöglichen.

Herausgegeben von der Redaktion Kredittrotzschufa24.de geprüft am

Auffälligkeiten zusammen betrachten

Welche Warnzeichen können auf Datenmissbrauch hindeuten?

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Unbekannte SCHUFA-Anfrage

Ein Unternehmen hat Ihre Identität oder Bonität geprüft, obwohl Sie dort keinen Vorgang erkennen.

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Fremder Vertrag oder neues Konto

In der Auskunft erscheint eine Vertragsbeziehung, die Sie nicht abgeschlossen haben.

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Rechnungen und Mahnungen

Sie erhalten Forderungen für Bestellungen, Mobilfunkverträge oder Leistungen, die Ihnen unbekannt sind.

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Geänderte Zugangsdaten

Passwörter, E-Mail-Adressen oder Kontaktdaten wurden ohne Ihre Zustimmung verändert.

Eine einzelne unbekannte Bezeichnung zuerst zuordnen

Händler und Finanzdienstleister können unter einem abweichenden Unternehmensnamen erscheinen. Fragen Sie nach dem konkreten Vorgang, bevor Sie einen Missbrauch als sicher darstellen.

Prioritäten im Ernstfall

Was sollten Sie sofort tun?

  1. Beweise sichern

    Speichern Sie Rechnungen, Mahnungen, E-Mails, Screenshots, Kontobewegungen und den relevanten Ausschnitt der SCHUFA-Auskunft.

  2. Zugänge und Zahlungswege schützen

    Ändern Sie betroffene Passwörter über ein vertrauenswürdiges Gerät, aktivieren Sie zusätzliche Sicherheitsfunktionen und informieren Sie Bank oder Zahlungsdienst.

  3. Unternehmen schriftlich informieren

    Bestreiten Sie unbekannte Verträge oder Forderungen, verlangen Sie Unterlagen und untersagen Sie weitere Verwendung falscher Daten.

  4. SCHUFA kontaktieren

    Melden Sie unbekannte Informationen, reichen Sie Nachweise ein und fragen Sie nach geeigneten Schutz- und Korrekturmaßnahmen.

  5. Anzeige erstatten

    Die Polizei empfiehlt im Ernstfall eine Anzeige. Nutzen Sie die örtliche Dienststelle oder die Onlinewache Ihres Bundeslandes.

Bei Verlust von Ausweis oder eID zusätzlich sperren

Veranlassen Sie bei Verlust oder Diebstahl unverzüglich die vorgesehenen Sperrmaßnahmen und informieren Sie die zuständige Behörde.

Unbekannte Informationen systematisch prüfen

Wie hilft die eigene SCHUFA-Auskunft?

Nach Auffälligkeiten suchen

  • unbekannte Anschriften
  • fremde Konten, Karten oder Verträge
  • nicht zuordenbare Unternehmensanfragen
  • unbekannte Zahlungsstörungen

Informationen zuordnen lassen

Bitten Sie die SCHUFA um Angaben zur Herkunft und wenden Sie sich an das genannte Unternehmen. Legen Sie nur erforderliche Nachweise über sichere Wege vor.

Fordern Sie bei falschen Daten eine Prüfung und Korrektur. Kontrollieren Sie nach der Rückmeldung erneut, ob die beanstandete Information tatsächlich angepasst wurde.

Passende Auskunft zur Kontrolle wählen

Angriffsfläche reduzieren

Wie können Sie Ihre Identität besser schützen?

Konten absichern

Einzigartige Passwörter und Mehrfaktor-Authentisierung für E-Mail, Banking und wichtige Kundenkonten verwenden.

Daten sparsam teilen

Ausweis- und Bonitätsunterlagen nur an geprüfte Empfänger und nur im erforderlichen Umfang übermitteln.

Aktivitäten kontrollieren

Kontoauszüge, Vertragsbestätigungen und eigene Bonitätsdaten regelmäßig auf unbekannte Vorgänge prüfen.

Keine vertraulichen Daten über Links in unerwarteten Nachrichten eingeben

Öffnen Sie Banken, Behörden und Auskunfteien über selbst eingegebene oder gespeicherte offizielle Adressen.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen zu Identitätsdiebstahl und SCHUFA

Ist eine unbekannte SCHUFA-Anfrage automatisch Identitätsdiebstahl?

Nein. Prüfen Sie zuerst Unternehmen, Datum und Anfrageart. Wenn Sie keinen passenden Vorgang erkennen, sollten Sie das Unternehmen und die SCHUFA kontaktieren und weitere unbekannte Aktivitäten kontrollieren.

Sollte ich Identitätsmissbrauch bei der Polizei anzeigen?

Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt im Ernstfall eine Anzeige. Sichern Sie vorher Rechnungen, Nachrichten, Kontoauszüge und andere Nachweise.

Kann ich einen fremden Vertrag einfach ignorieren?

Nein. Bestreiten Sie den Vertrag oder die Forderung schriftlich beim betreffenden Unternehmen, sichern Sie Belege und verlangen Sie die Korrektur unzutreffender Auskunfteidaten.

Welche SCHUFA-Auskunft eignet sich zur Kontrolle?

Eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO oder der digitale SCHUFA-Account kann helfen, unbekannte Anfragen, Verträge und Anschriften zu erkennen.

Stand 30.07.2026

Quellen

Daten kontrollieren

Unbekannte Informationen nicht ignorieren

Prüfen Sie die eigene Auskunft, sichern Sie Belege und kontaktieren Sie die betroffenen Stellen über offizielle Wege.

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