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Bonitätsauskunft - Kreditwürdigkeit unter der Lupe

Bonitätsauskunft - Kreditwürdigkeit unter der Lupe

Wer einen Kredit beantragen möchte, der kommt an einer Bonitätsprüfung nicht vorbei. Der Vertragspartner also eine Bank oder ein privater Geldgeber, werden in vielen Fällen vom Gesetzgeber verpflichtet, vor einer Kreditvergabe die Bonität zur prüfen und zu Beurteilen.

Wenn ein Kreditgeber von der Bonität spricht meint er damit, die Fähigkeit und Bereitschaft des Kreditnehmers die entstandenen Zahlungsverpflichtungen vollständig und termingerecht zu erfüllen. Es ist also nichts anderes als Risikomanagement seitens der Bank. Eine Bank oder ein privater Geldgeber möchten also sicher sein, dass Sie als der zukünftiger Schuldner, den vertraglich vereinbarten Verpflichtungen auch in Zukunft nachkommen können.

Jetzt kommen wir zur der eigentlichen Bonitätsauskunft und der Bonitätsprüfung. Bei der Auskunft wird von den Kreditnehmer verlangt, dass er seine Kreditwürdigkeit nachweist. Ein Nachweis der Kreditwürdigkeit wäre je nach Anforderung zum Beispiel ihre aktuelle Gehaltsabrechnung.

Die Anforderungen können durchaus unterschiedlich sein, das hängt selbstverständlich von der Bank, Kreditart und Höhe ab. Die gestellten Anforderungen der Bank bei einen 50.000 Euro Kredit werden deutlich höher sein als bei eine Kleinkredit.

Bonitätsnachweis vor der Kreditaufnahme

Der Bonitätsnachweis besteht meistens aus verschiedenen Nachweisen und Auskünften. Die meisten Banken verlangen von ihren Kunden, die letzten drei aktuellen Gehaltsabrechnungen, um so die Höhe des Einkommens fest stellen zu können. Die Höhe des Einkommens ist in diesen Fall sehr wichtig, den diese bildet die Berechnungsgrundlage für die maximale Kreditsumme.

Bei Großkrediten verlangen die Banken zusätzlich eine Einsicht in die finanziellen Verhältnisse des Schuldners, der Antragsteller wird hier also gründlich durchleuchtet.

Ein weiterer Nachweis der Kreditwürdigkeit ist eine Auskunft. Eine Auskunft über den Schuldner bei einer der vielen verschiedenen Wirtschaftsauskunfteien, zum Beispiel die Schufa-Auskunft. Die Bank informiert sich hier, über das Zahlungsverhalten des Kreditnehmers. Alle Daten die die SCHUFA über den Kreditnehmer/Schuldner in laufe der Jahre gespeichert hat (SCHUFA-Eintrag), werden in den sogenannten SCHUFA-Score zusammen gefasst. Beim Scoring wird anhand der von der Schufa gesammelten Informationen und Erfahrungen ein Prognose erstellt, ob und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde das Geliehene Geld auch tatsächlich zurückzahlen wird.

Eine Auskunft über ihre Bonität bedarf ihrer Zustimmung. Bevor eine Bank oder ein anderer Kreditgeber eine Auskunft einholen darf, müssen sie dem Zustimmen und zum Beispiel die Schufa-Klausel unterschreiben.

Die Schufa gibt der Bank nur eine Risikoeinschätzung. Die Entscheidung über eine Kreditvergabe liegt letztendlich allein bei der Bank oder einen anderen Geldgeber der auch das Risiko trägt.

Unsere Bonität ist auch die Berechnungsbasis für die Konditionen die uns die Bank anbietet. Je geringer das Risiko für die Bank desto niedriger der Zins für den Kunden.

Sie als Verbraucher können auch selbst, eine Bonitätsauskunft anfordern.

Der Gesetzgeber hat in diesen Fall vorgesorgt und die Auskunfteien Verpflichtet, dass sie den Verbraucher einmal im Jahr, einen Kostenlosen Einblick in die von ihnen gesammelten Daten ermöglichen. Es ist sogar empfehlenswert dass Sie einmal im Jahr, mindestens bei den wichtigsten Auskunfteien eine Selbstauskunft einholen.


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* Sollzinssatz ab 4,83% (bonitätsabhängig) fest für die gesamte Laufzeit, Effektiver Jahreszins: 4,90% - 15,99%, Nettokreditbetrag: 1.000 - 100.000 Euro, Vertragslaufzeit: 12 - 120 Monate. Repräsentatives Beispiel: Sollzinssatz 7,98% fest für die gesamte Laufzeit, Effektiver Jahreszins: 8,92%, Nettokreditbetrag: 10.000 Euro, Vertragslaufzeit: 72 Monate